Wie werden Wärmebrücken in der Energiebilanzierung berücksichtigt?

 

 

Es ist nicht notwendig jede kleinste Wärmebrücke im Wärmeschutznachweis separat als Einzelposition zu erfassen. Kleinere und regelmäßig wiederkehrende Materialwechsel wie z. B.  Mauermörtelfugen, Dübel im Wärmedämmverbundsystem und die Dachsparren werden daher bereits in der U-Wert-Berechnung rechnerisch berücksichtigt.

 

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In der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden Wärmeverluste durch Wärmebrücken meist durch feststehende Pauschalwerte berücksichtigt. Das bedeutet, dass  sie nicht einzeln berechnet werden müssen. Die Pauschalwerte wirken sich auf die Berechnungen etwas negativer aus als tatsächlich zu erwarten. Das Ergebnis einer genauen Berücksichtigung der Wärmebrücken wirkt sich entsprechend positiv auf die Energiebilanzberechnung aus. Daher ist es grundsätzlich sinnvoll die Wärmebrücken nicht nur pauschal zu berücksichtigen.

 

Mit Wärmebrückenberechnung leichter zum KfW-Effizienzhaus

Insbesondere bei hohen Dämmstandards kann eine genaue Berechnung der Wärmebrücken das Gesamtergebnis der Energiebilanz nach EnEV schnell um 10 % verbessern. Bei Inanspruchnahme von Fördergeldern in Verbindung mit den Effizienzhausprogrammen der KfW-Förderbank kann eine genaue Berechnung daher zu einer höheren Förderung führen.

 

Innerhalb der EnEV-Bilanzierung werden nur lineare Wärmebrücken für eine exakte energetische Bewertung eines Gebäudes einbezogen. Punktuelle Wärmebrücken bleiben unberücksichtigt. Die folgende Darstellung zeigt in einem Gebäudeschnitt welche Wärmebrücken erfasst werden müssen.

  

Längenbezogene Wärmebrücken in der Energiebilanzierung

wbGebäudekanten (Wandecken, Ortgang, Traufe, usw.)
wbUmlaufende Laibungen bei Fenstern und Türen
wbRollladenkasten
wbWand- und Deckeneinbindungen
wbDeckenauflager
wbSockelbereich
wbBalkonplatten

 

Eine annähernd vollständige Liste der in der Energiebilanz relevanten Wärmebrücken finden Sie unter

Wärmebrücken Übersicht.


 

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