Pauschale Berücksichtigung von Wärmebrücken


Die einfachste Form der Berücksichtigung von Wärmebrückeneffekten in der Energiebilanz nach EnEV erfolgt über Pauschalwerte. Dabei unterscheidet man grundsätzlich drei Fälle:

 

1. Der Regelfall

Im Regelfall werden die vorhandenen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche (thermische Hüllfläche) pauschal um ΔUWB = 0,10 W/(m2K) erhöht.

 

2. Im Fall von Innendämmung

Wenn mehr als 50 Prozent der Außenwand mit einer innenliegenden Dämmschicht und einbindender Massivdecken versehen sind, werden die vorhandenen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche (thermische Hüllfläche) um ΔUWB = 0,15 W/(m2K) erhöht.

3. Unter Berücksichtigung des Beiblatt 2

Wenn man die vorhandenen Wärmebrücken gleichwertig zu denen der im DIN 4108 Beiblatt 2 : 2006-3 dargestellten Wärmebrückendetails nachweisen kann, werden die vorhandenen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche (thermische Hüllfläche) um ΔUWB = 0,05 W/(m2K) erhöht. Dafür ist ein Gleichwertigkeitsnacheis erforderlich.