Allgemeine Informationen


Was ist eine Wärmebrücke?

Wie die meisten Dinge im Leben, nimmt auch die Wärme am liebsten den Weg des geringsten Widerstandes. In einem Gebäude bedeutet das, dass die Wärme nicht überall gleichmäßig verloren geht. Der Wärmeabfluss ist je nach Art und Beschaffenheit der Außenbauteile sehr unterschiedlich. Die Stellen unsere Gebäudehülle die Wärme besonders gut und kräftig nach außen ableiten nennt man Wärmebrücken. Manchmal werden Wärmebrücken umgangssprachlich fälschlicherweise auch als Kältebrücken bezeichnet.

 

Ein Thermogramm macht Wärmebrücken sichtbar

In einem von außen aufgenommenen Wärmebild (Thermogramm) eines Altbaus erkennt man Wärmebrücken daran, dass sie höhere oder niedriger Temperaturen haben als die ungestörten Bauteile.

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In unserem Beispielbild sind die besonders hohen Temperaturen rot und weiß dargestellt. Deutlich zu erkennen sind die Betondecken und Fensterstürze. Hier wird materialbedingt mehr Wärme nach außen abgeleitet als im Mauerbereich weil Beton die Wärme besser leitet als die verwendeten Mauersteine. Man nennt sie daher auch materialbedingte Wärmebrücken.

 

Auch die Wandecke ist eine Wärmebrücke, obwohl sie in unserem Beispiel nicht wärmer sondern deutlich kälter ist als der Rest der Wand. Das kommt daher, dass im Eckbereich die Außenoberfläche der Wand größer ist als die Innenoberfläche. Die kalte Außenluft kühlt die Ecke daher stärker aus als die warme Raumluft die Ecke von innen wärmen kann. Solche Wärmebrücken nennt man auch geometrisch bedingte Wärmebrücken.

 

 

WB-Energiesparinfo

 

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